Bergbau in der hiesigen Gegend
Gegen Ende des Mittelalters kamen Erzsucher aus dem Norditalienischen. Im Raum Kottenheide - Göltzschtal wurde von Goldfunden berichtet. In Gottesberg wurde im 15. Jahrhundert Zinnerz abgebaut, was urkundlich als das äteste Bergbaugebiet verzeichnet ist. Nach 1500 entstanden in den Seitentälern der Zwickauer Mulde Schürfstellen und Bergwerke, die Eisen und Zinn föderten. Als im 17. Jahrhundert die Ergibigkeit im unteren Erzgebirge nachließ, erfolgte die Besiedelung gerbirgsaufwärts. Viele Berg- und Hüttenwerke arbeiteten nur kurze Zeit, anders in Morgenröthe. Hier wurde bis 1874 Erz produziert und in Gottesberg wurde bis 1965 noch Zinnerz abgebaut.
Einige Standorte des Bergbaus, die man noch heute sehen kann. Auf den Wanderwegen sind dort Hinweisschilder angebracht.
Standort zwischen Wettinplatz und Schneckenstein am Floßgraben
- Am alten Peter, St. Peter oder Peterstollen
- Oberhalb des Floßgrabens starker Bergbau, Halden, Restlöcher
- Beginn des Wismutbergbaus
- Standort von Pochwerken
- Pochwerk:
- Antrieb mittels Wasserkraft
- Zerkleinern des Gesteins und teilweise Trennung des Gesteins
- Transport mit Pferdefuhrwerken zu den Schmelzhütten
- Nächste Schmelzhütte am Zechenbachtal in Brunndöbra
- Erste Nachricht über Bergbau vom Jahre 1232
- Bergregal besaßen im 13.Jahrhundert die Vögte
- Im 14. Jahrhundert Bergregal über große Teile des Vogtlandes an die Wettiner
- Gegenüber erzgebirgischem Bergbau unbedeutend
- 1404 noch kein Bergamt
- Im 15. Jahrhundert Bergbau auf Eisen und Kupfer
- Um 1500 die ersten Bergordnungen - 1503 Auerbach
- Im 16. Jahrhundert stand Zinnbergbau in großer Blüte
- "Goldseifen-" oder "Wäscheordnung" von 1579 - Kurfürst erklärt Goldbergbau für frei
- "Patent" vom Kurfürst August von 1584
- Große Bedeutung des Ortes Kottenheide im 16. Jahrhundert auf Golderz - Rechte einer Bergstadt
- Um 1700 Blütezeit des Bergbaus
- Gewonnene Erze: Eisen, Zinn, Wismut, Kupfer, Zinkblende
- Ende des 19. Jahrhunderts Bergbau gänzlich eingegangen
- Knappschaft des Kirchenspiels Klingenthal 1837: 45 Mann 1862: 22 Mann
- 1899/1900 "Klingenthal - Graslitzer Kupferbergbau"
- Erhardt-August-Schacht in Sachsen
- Helenenschacht in Böhmen, 1918 eingestellt
Große Pinge - Standort zwischen Winselburg und Schneckenstein
- Entstehung Anfang 16.Jahrhundert
- Zunächst werden durch die Anwendung des Feuersetzens sogenannte Weitungsbaue hergestellt
- Der Verbruch dieser Abbaue führte dann zu den Pingen, welche durch den nachfolgenden Bergbau vergrößert wurden
- Abbau erzhaltiger Gesteinsmassen
- Die Pingen liegen im inneren Kontakthof zwischen Schiefer und Eibenstocker Granitmassiv
- Sie sind Bestandteil der Grube Tannenberg
- Wegen akuter Einsturzgefahr ist das Betreten der Schächte bzw. das Verlassen vorgeschriebener Wege lebensgefährlich
- Die Pingen stehen unter Denkmal- und Naturschutz
Bergbau im Gebiet Kiel - Gottesberg - Schneckenstein - Tannenbergsthal - Standort Schneckenstein
- Abbau von Zinn, Wismut, Kobalt, Arsen, Uran und Roteisenstein
- Zinngewinnung durch Ausseifung, Reste der alten Seifengewerke sind als "Raithalden" zurückgeblieben - unterhalb im Bodatale
- Pechseifen (auch Ortsteil von Tannenbergsthal)
- In den Hauptabbaugebieten sind "Pingenzüge" zurückgeblieben
- Hier unterhalb auch Uranerzwäscherei - Heute mühevoll rekultiviert - der gesammte Talkessel ist mit Schlemmsand angefüllt
- Radiumquellen weisen auf Uranerzvorkommen hin
- Im Steinbachtal
- Rautenkranz
- Am Thierberg
- In der Boda
- Das Gelände links der Straße zum Schneckenstein war das Hauptgebäude der Wismut
- Zur Verarbeitung der Erze wurden Hammerwerke errichtet
- Hammerbrücke
- Zwota ( Hammerplatz, Oberer Hammer )
- Klingenthal
Neuzeit
In der Zeit von 1946 bis 1956 wurde im Kontakthof zwischen Granit und Phyllit am Schneckenstein Uran abgebaut. Aus dieseer Zeit stammen die Halden am Kiel als auch die Wohnsiedlung Schneckenstein. In Unteklingenthal wurde bis Mitte der 50er Jahre Kupfer abgebaut und am Schneckenstein bis 1990 Schwerspat und Zinn.
Seit Ende der 90-ger Jahre kann man das Besucherbergwerk "Grube Tannenberg" in Schneckenstein besichtigen.



